Gehirndoping

Gehirndoping für Studenten, Manager aber auch ganz normale Büroangestellte wird immer beliebter.

Das Phänomen, das erst nur in den USA auftrat schwappt inzwischen auch zu uns über. Eigentlich ist ja nichts dagegen zu sagen, wenn man die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern möchte. Aber wenn es statt mit Sport und gesunder Ernährung mit Medikamenten geschieht, die eigentlich für Kranke gedacht sind, wird die Sache kritisch.

Die Medikamente die hauptsächlich für das Gehirndoping verwendet werden lassen sich in drei Gruppen einteilen. Erstens Medikamente wie Ritalin und Modifinil, die bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) bei Kindern verschrieben werden, zweitens Antidepressiva und drittens Mittel gegen Demenz.

Alle diese Mittel haben natürlich auch Nebenwirkungen, die von Herzproblemen über Erregungszustände, Schwindel bis zu Schlafstörungen führen können. Um im Studium und Beruf mithalten zu können sind immer mehr Leute gerne bereit diese alles andere als harmlose Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.

Aber die Probleme sind nicht die Nebenwirkungen alleine. Für nicht wenige Menschen, die mit Gehirndoping oder auch Neurodoping oder Psychodoping versuchen ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern, ist dies der Einstieg in eine Medikamentenabhängigkeit und sogar eine Drogenkarriere.

Denn wenn eine Pille nicht mehr ausreicht, wird die Dosis erhöht und wenn die Medikamente alleine nicht mehr ausreichen, wird schnell auf Drogen wie zum Beispiel Kokain zurückgegriffen. Ein gefährlicher Trend, der sicher noch viele Probleme mit sich bringen wird, denn wer kann schon sagen was für Nebenwirkungen die Medikamente langfristig auf Gesunde haben werden. Außerdem ist es äußerst bedenklich wenn außer immer mehr Leistung nichts mehr zählt. Im Sport wird Doping geahndet, es wird Zeit das es im Berufsleben auch geschieht.

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