Vorsicht bei „Functional Food“

Wer kennt nicht sie nicht, Margarine, die den Cholesterinspiegel senkt, Joghurt, der die Abwehrkräfte stärkt und viele mehr.

Allein in Deutschland werden für mehr als 5 Milliarden diese speziell konstruierten Lebensmittel verkauft, weil sie einen großen Nutzen für Gesundheit und Wohlbefinden versprechen.

Doch sind sie wirklich so gut? Und wo liegen die Risiken?

Es hat sich zum Beispiel gezeigt, das Lebensmittel, die das Cholesterin senken wirklich nur von den Menschen verzehrt werden sollen, denen der Arzt dazu geraten hat. Für Schwangere, Stillende und Kleinkinder sind diese Lebensmittel nicht geeignet. Noch dazu basieren Cholesterin senkende Lebensmittel meist auf sogenannten Pflanzensterinen, die, werden sie in hohen Mengen eingenommen, bewirken dass der Körper weniger fettlösliches Vitamin A aufnehmen kann.

Hafer © flickr/tiegeltuf

Voll im Trend liegen zurzeit auch die Omega-3-Fettsäuren, die es inzwischen auch in Brötchen und in Eiern gibt. Es hat sich aber gezeigt, dass diese langkettigen Omega-3-Fettsäuren, sollten sie in zu großen Mangen aufgenommen werden, auch wieder den Cholesterinspiegel negativ beeinflussen.
Noch dazu können Omega-3-Fettsäuren in hohen Mengen die Immunabwehr beeinträchtigen und als Blutverdünner wirken.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung fordert deshalb Grenzwerte für die Stoffe, die mit gesundheitlichen Werbeaussagen beworben werden und die EU-Kommission arbeitet auch schon an einer solchen Verordnung.

Auch wenn Lebensmittelkonzerne wissenschaftlich beweisen müssen, dass ihre Produkte gesund machen, so stellt sich doch die Frage warum man nicht lieber zum Arzt geht, als künstlich veränderte Lebensmittel zu essen.

Unsere natürlichen Lebensmittel bedürfen nämlich eigentlich keiner Verbesserung, denn sie haben auch so schon einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Hafer ist in der Lage den Cholesterinspiegel zu senken, Zwiebeln helfen bei Mückenstichen und gegen Ohrenschmerzen und Rettich empfiehlt sich gegen Husten.

Außerdem sind viele, der für funktionelle Lebensmittel verwendete Inhaltsstoffe, sowieso ganz gewöhnlichen Lebensmitteln entnommen.

Wer sich also mit ganz natürlichen unveränderten und frischen Lebensmitteln ernährt, tut nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes, er schont auch noch den Geldbeutel, denn „Functional Food“ ist meist wesentlich teurer als normale Lebensmittel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>