Schmerzbehandlung wirkt besser, wenn man dran glaubt

Ein Forscherteam des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UEK) hat nachgewiesen, dass Patienten, die an die Schmerzbehandlung glauben, tatsächlich weniger Schmerzen haben.

Dies kann besonders bei der Therapie chronischer Schmerzpatienten von Bedeutung sein. Hier können durch gezielte Aufklärung positive Erwartungen geweckt werden, die sich positiv auswirken.

Schmerzmittel ©vwracer/flickr.com

Wenn ein Patient sich von der Schmerzbehandlung viel verspricht, wirkt die Therapie in der Regel deutlich besser, als wenn er keine oder schlechte Erwartungen hat.

Es hat sich in den Versuchen gezeigt, dass negative Erwartungen und Angst vor Schmerzen die Effekte, die ein Medikament hat, völlig zunichte machen können. Untersuchungen im Magnetresonanztomografen haben ebenfalls gezeigt, dass allein der Glaube an die Behandlung schon das körpereigene schmerzhemmende System aktiviert und die Wirkung des Schmerzmittels so verstärkt.

Ganz besonders für die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen ist diese Erkenntnis wichtig, da viele von ihnen das Vertrauen in die Medizin bereits verloren haben und diese negativen Erwartungen auch die Wirkung von eigentlich wirksamen Schmerzmitteln negativ beeinflussen können.

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