Angststörungen

In bestimmten Situationen Angst zu haben ist ganz normal, allerdings nehmen in der heutigen Zeit die Angststörungen zu und schon fast jeder zehnte ist davon betroffen.

Typische Symptome sind dann Schweißausbrüche, Herzrasen, Schwindel und Atemnot.  Die Dauer und Häufigkeit dieser Angstzustände nimmt mit der Zeit zu und die Betroffenen ziehen sich immer mehr aus dem Alltag zurück. Bei manchen Menschen wird eine Angststörung sogar so schlimm, dass sie nicht mehr aus dem Haus gehen können. Die Folge ist dann die soziale Isolation.

Angst © mozzercork/flickr.com

Es ist nicht genau geklärt wie eine solche Angststörung entsteht, aber es gibt verschiedene Theorien, wie es dazu kommen kann.

Es gibt eine lerntheoretische Erklärung, bei der die Angststörung das Ergebnis einer Situation ist, in der die Person Angst gehabt hat. Dies können zum Beispiel Turbulenzen auf einem eigentlich ganz normalen Flug sein. Die Angst wieder in eine solche Situation zu geraten hält diese Person dann davon ab, wieder in ein Flugzeug zu steigen und durch diese Vermeidungshaltung wird die Angst aufrecht gehalten.

Eine weitere Erklärung wäre die biologische Komponente der Angststörungen. Innere Organe wie Herz und Atmung werden durch unser autonomes Nervensystem gesteuert und wenn dieses übererregbar ist und leicht gereizt werden kann, entstehen Angstsymptome schneller. Bisher unbewiesen ist allerdings die Vermutung, dass so ein übersensibles Nervensystem vererblich ist. Möglich ist auch, dass neurobiologische Botenstoffe, die in bestimmten Hirnregionen wirken, bei der Entstehung einer solchen Angststörung eine Rolle spielen.

Eine weitere Ursache für Angststörungen könnte sein, dass die betroffenen Personen in ihrer Jugend nicht gelernt haben, mit Ängsten umzugehen und sich so in konflikthaltigen Situationen schnell überfordert führen. Dies gilt ganz besonders dann, wenn eine solche Konfliktlösung misslingt. Es tritt dann oft Angst davor auf, erneut in eine solche Situation zu geraten. Auch der drohende Verlust einer engen Bezugsperson kann zum Beispiel zu Trennungsängsten führen.

Zu empfehlen, neben einer möglichen medikamentösen Behandlung, ist auf alle Fälle eine Verhaltenstherapie, bei der die betroffenen Personen bewusst mit angstauslösenden Situationen konfrontiert werden, damit sie merken, dass die befürchtete Katastrophe nicht eintritt. Denn gerade die Vermeidung solcher Situationen verstärkt die Ängste.

One thought on “Angststörungen

  1. Interessanter Artikel!

    Würden uns freuen, wenn wir ein paar Erfahrungsberichte von Betroffenen zugesenet bekämen.

    Weiter so mit dem Ratgeber!

    Gruß

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