Laktoseintoleranz

Menschen mit Laktoseintoleranz reagieren auf den Genuss von Milchprodukten oft mit Bauchschmerzen und Übelkeit.

Aber warum ist dies so? Schließlich vertragen wir zu Beginn unseres Lebens alle Milch. Erst die Muttermilch und dann auch Kuhmilch.

Milch © NickPiggot/flickr.com

Warum leiden also in Europa 10 bis 20 Prozent der Menschen unter Laktoseintoleranz, also einer Laktoseunverträglichkeit, und in Asien sogar annähernd 100 Prozent? Sowohl Muttermilch als auch Kuhmilch enthält Laktose (Milchzucker) der im Dünndarm von dem Enzym Laktase aufgespalten wird und dann verdaut werden kann.

Wenn nun dieses Enzym fehlt oder nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, bekommt man Bauchschmerzen oder leidet sogar unter Übelkeit.

Die Gründe hierfür liegen wohl in unserer Evolutionsgeschichte. Milch stand für unsere Vorfahren im Erwachsenenalter einfach nicht auf dem Speiseplan und musst so auch nicht vertragen werden. Mit der Viehzucht kamen dann aber auch Milchprodukte auf den Tisch und die Menschen, die auch nach dem Kindesalter noch über eine genügend große Menge des Enzyms Laktase verfügten, waren natürlich im Vorteil. So vertragen heute auch die meisten Europäer, im Gegensatz zu Asiaten und Afrikanern, bei denen Viehzucht nie eine so große Rolle spielte, Milchprodukte.

Und auch wer heutzutage noch unter einer Laktoseintoleranz leidet, muss nicht komplett auf Milchprodukte verzichten. Oft sind Hartkäse und Joghurt laktosefrei, vorausgesetzt sie wurden nicht mit Milchzucker gesüßt.  Und zusätzlich gibt es heutzutage auch viel laktosefreie Milchprodukte in jedem Supermarkt.

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