Immer das richtige Pflaster

Auch wenn wir keine Wachs- oder Honigverbände mehr verwenden, wie die alten Ägypter, so stellt sich doch immer wieder die Frage, welches Pflaster gerade das richtige ist.

Aber warum ist ein Pflaster eigentlich so wichtig?

Pflaster schützen die Wunde vor Dreck und Keimen und saugen gleichzeitig Blut und Wundflüssigkeit auf und kann die Blutung auch stillen. Auch wird die Wunde so leicht feucht gehalten und heilt so schneller als eine Wunde, die an der Luft austrocknet.

Pflaster © Alexandre Dulaunoy/flickr.com

Pflaster © Alexandre Dulaunoy/flickr.com

Neben dem Universalpflaster, das wohl jeder von uns irgendwo im Medikamentenschrank hat, gibt es auch noch zahlreiche Spezialpflaster für die kleinen Verletzungen im Alltag.

So schützen zum Beispiel eine wasser-und schmutzabweisende Folie und eine innere Wundauflage Wunden, die nicht mit Wasser in Berührung kommen dürfen.
Spezielle Blasenpflaster mit einem Gelkissen helfen bei Blasen, die man sich bei einem langen Fußmarsch zugezogen hat. Sie lindern nicht nur den Druckschmerz, sondern helfen auch beim Abheilen.
Wer viel Sport treibt, wird vielleicht eher auf besonders elastische Pflaster zurückgreifen, die auch bei Bewegung und Schwitzen noch sicher haften.

Viele Menschen vertragen allerdings die herkömmlichen Pflaster nicht, bei denen die Klebemasse die Ursache für Juckreiz und Rötungen sein kann. Sie können auf Pflaster mit der Kennzeichnung „ Sensitiv“ zurückgreifen. Die Klebemasse dieser Pflaster basiert auf Polyacrylat, das nicht nur hautverträglicher ist, sondern auch hitzeresistenter, weswegen sich diese Pflaster auch gut für den Verbandskasten im Auto eignen.

Wer Entzündungen vorbeugen möchte, kann „Silberpflaster“ verwenden und für kleinere, nicht blutende Wunden eignen sich gut Sprühpflaster.
Lustig bunt sind meist die Pflaster für die kleinen Patienten. Sie stillen nicht nur die Blutung, sondern lassen auch schnell die Tränen wieder versiegen.

So unterschiedlich die Verletzungen und Ansprüche auch sind, so unterschiedlicher sind auch die Pflaster. Es ist für jeden das Richtige dabei.

Chronischer Reflux

Chronischer Reflux – welche Gefahren sind damit verbunden und wie behandelt man ihn richtig?

Sodbrennen, saures Aufstoßen, ein bitterer Nachgeschmack im Mund. Diese und andere Symptome treten auf, wenn die Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und dort die empfindliche Schleimhaut reizt. Viele leiden nur gelegentlich unter dem Rückfluss der Magensäure. Doch es gibt auch Betroffene, bei denen das Leiden chronisch ist. Wie entsteht ein chronischer Reflux und wie behandelt man ihn?

Was ist ein chronischer Reflux?
Beim chronischen Reflux fließen Magensäure und Mageninhalt nicht nur gelegentlich in die Speiseröhre, sondern regelmäßig, wobei Häufigkeit und Intensität der Symptome unterschiedlich sein können. Die Hauptursache liegt in der Funktionsstörung des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen. Dieser sorgt normalerweise dafür, dass die Magensäure nicht zurückfließen kann. Ist der Muskel in seiner Funktion gestört, schließt er den Magen nicht vollständig ab und die Magensäure kann nach oben in die Speiseröhre aufsteigen. Eine Funktionsstörung des Schließmuskels kann zum Beispiel durch eine Zwerchfellhernie, eine mangelnde Beweglichkeit des Zwerchfelles (Zwerchfellrelaxation) oder einen Überdruck im Abdominalraum verursacht werden. Der Schließmuskel erschlafft jedoch auch mit zunehmendem Alter. Darüber hinaus können bestimmte Medikamente wie Kortison, ß-Blocker oder Ca-Antagonisten, fettreiche Nahrungsmittel sowie Alkohol, Nikotin und Koffein den Schließmuskel schwächen.

Symptome der Refluxkrankheit
Sodbrennen ist nur ein Symptom der Refluxkrankheit, das auch nur etwa ein Drittel der Betroffenen regelmäßig spüren. Darüber hinaus gibt es weitere Symptome, die auch nicht immer sofort mit einem chronischen Reflux in Verbindung gebracht werden. Ein chronischer Reflux kann sich neben Brust- oder Oberbauchschmerzen auch mit Schluckbeschwerden, chronischem Husten und Heiserkeit äußern. Die aufsteigende Säure kann außerdem zu Schäden am Zahnschmelz führen. Da ein chronischer Reflux zu Folgekrankheiten führen kann, sollte man auch deren Symptomatik berücksichtigen. Hierzu gehören beispielsweise eitriger Nasenschleim und Kopfschmerzen aufgrund einer Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Stimmveränderungen durch eine Laryngitis oder Husten bei einer Bronchitis.

Was sind die Gefahren bei einem chronischen Reflux?
Der chronische Reflux führt in vielen Fällen zu entzündlichen Veränderungen der Schleimhaut in der unteren Speiseröhre. In einigen Fällen entsteht die sogenannte Barrett-Schleimhaut, aus der sich in seltenen Fällen Krebs entwickeln kann. Darüber hinaus können weitere Komplikationen und Folgekrankheiten auftreten wie

  • Blutungen, die durch Entzündungen ausgelöst werden
  • Geschwüre und Verengungen in der Speiseröhre
  • bösartige Geschwüre
  • chronische Laryngitis
  • chronische Bronchitis
  • chronische Sinusitis und
  • Asthma

Wie behandelt man einen chronischen Reflux?
Zunächst muss die Refluxkrankheit diagnostiziert werden, wofür in der Regel zumindest einmal eine Spiegelung der Speiseröhre notwendig ist. Empfehlenswerte Allgemeinmaßnahmen bestehen in einer gesunden, eiweißreichen Ernährung, dem Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie einer eventuell begleitenden Gewichtsreduktion. Betroffene sollten vor allem Nahrungsmittel wie scharfe Gewürze, fette Speisen und Süßigkeiten, welche die Säureproduktion im Magen erhöhen, vermeiden. Gegen akute Beschwerden helfen Medikamente wie Antazida, welche die Magensäure neutralisieren, und Protonenpumpenhemmer, welche die Magensäureproduktion reduzieren. Unter Umständen ist auch eine Operation, bei welcher der Schließmuskel verstärkt wird, empfehlenswert.

Rezeptfreie Schmerzmittel

Rezeptfreie Schmerzmittel sind in jeder Apotheke zu bekommen und werden oft eingesetzt. Aber dies sollte nicht gedankenlos geschehen.

Egal ob, Kopf-, Bauch-, oder Zahnschmerzen, rezeptfreie Schmerzmittel sind für die meisten das Mittel der ersten Wahl. Ganz besonders wer die Ursachen der Schmerzen kennt wird deshalb kaum zum Arzt gehen.

Schmerzmittel © xJasonRogersx/flickr.com

Allerdings machen sich auch die wenigsten Menschen Gedanken über die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder unerwünschte Nebenwirkungen. Denn rezeptfrei heißt noch lange nicht, dass diese Medikamente auch harmlos sind.
Zu den Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gehört zum Beispiel die Tatsache, dass rezeptfreie Schmerzmittel die Wirkung der meisten Blutdruckmittel verringert. Dies könnte für ältere Menschen sehr gefährlich werden, da sie ein ganz sensibles Blutkreislaufverhalten haben. Daher sollten Pfleger immer vor der Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln um Rat gefragt werden.

Oder wussten Sie zum Beispiel, dass der Schmerzmittelklassiker schlechthin, die Acetylsalicilsäure (ASS) die Gefahr von Magenblutungen oder eines Asthmaanfalls erhöhen oder einen Gichtanfall auslösen kann?

Abgesehen davon sollte man solche Mittel nicht länger und öfter einnehmen als auf dem Beipackzettel empfohlen, da ein Übergebrauch besonders bei Kopfschmerzen auch wieder zu Kopfschmerzen führen kann.

Aber ASS verstärkt oder schwächt nicht nur die Wirkung bestimmter Medikamente, es hemmt auch die Blutgerinnung. So besteht wenn man außerdem gerinnungshemmende Medikamente nimmt eine erhöhte Blutungsgefahr.

Ein weiterer beliebter Wirkstoff, das Paracetamol, senkt zwar wirksam Fieber , kann aber auch zu Leberschäden führen und das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen.
Und auch Ibuprofen kann die Wirkung von anderen Medikamenten abschwächen oder verstärken und sogar das Reaktionsvermögen einschränken.

Wer also zu rezeptfreien Schmerzmitteln greift sollte den Beipackzettel sorgfältig lesen und sich an die empfohlene Dosierung halten.

Sport im Freien auch wenn es kalt ist

Gerade im Winter stärkt Sport im Freien die Immunabwehr und natürlich wollen wir in der dunklen Jahreszeit auch Tageslicht tanken.

Aber gerade an besonders kalten Tagen mit Temperaturen im Minusbereich sollte man auf so einige Dinge achten, bevor man zum Joggen, Walken oder Langlauf aufbricht.

Da bei Temperaturen ab minus sechs bis minus zehn Grad oft die Lunge brennt und man einen Reizhusten bekommt, sollte man bei diesen Temperaturen einen Mundschutz verwenden, zum Beispiel indem man sich den Schal über den Mund zieht.

Winter © David Blackwell./flickr.com

Schon bei wärmeren Temperaturen zwischen plus drei und plus fünf Grad sind ein Stirnband oder eine Mütze wichtig, da ein großer Teil der Temperaturregulation über die Stirn abläuft.

Wer gerne joggt sollte dafür sorgen, dass der Körper nicht überhitzt, weil man zu warm angezogen ist. Es ist OK, wenn man beim Starten noch leicht fröstelt und sich dann warmläuft. Wichtig sind im Winter Funktionsunterwäsche, die dafür sorgt, dass die Haut trocken bleibt und auch eine Thermojacke, über der man dann zum Beispiel noch eine Regenjacke zur Isolation tragen kann. Die Entscheidung, welche Funktionsjacke man wählen sollte ist recht schwierig, denn nicht alle Jacken halten warm. Jedoch bieten einige Modelabels hochwertige Funktionsjacken, wie zum Beispiel die Jacken von Khujo. Auch Handschuhe sind wichtig. Wer anfängt zu schwitzen, sollte sich auf keinen Fall unterwegs ausziehen, sondern lieber beim nächsten Mal weniger anziehen.

Wenn es allerdings extrem kalt ist, sollte man besser auf den Sport im Freien verzichten, da die kalte Luft die Lungenbläschen zu stark reizt. An diesen Tagen kann man aber immerhin einen Spaziergang machen.

Insgesamt sollte man es im Winter etwas langsamer angehen, da der Körper sowieso schon mehr Energie aufwenden muss um Leistung zu erbringen. Trotzdem bietet der Sport im Freien in den Wintermonaten natürlich Vorteile. Das Immunsystem wird gefordert und so natürlich gestärkt und die Aufnahme von Tageslicht regt die Hormonproduktion für die Hormon- und Vitaminregulation an.

Wer Angst hat, sich zu erkälten, sollte sich klar machen, dass nicht die niedrigen Temperaturen für eine Erkältung verantwortlich sind, sondern Viren und Bakterien.

Licht und frische Luft

Ganz besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit sind viel Licht und frische Luft wichtig für uns und unsere Gesundheit.

Gerade jetzt im Winter verbringen wir zu viel Zeit im Warmen und bewegen uns zu wenig an der frischen Luft. Dabei stärkt Tageslicht die Immunabwehr und hilft uns diese Zeit möglichst ohne Erkältung zu überstehen.
Man sollte sich jeden Tag 15 bis 20 Minuten an der frischen Luft bewegen, damit der Körper das für die Abwehrkräfte so wichtige Vitamin D bilden kann. Diese wird mit Hilfe von Sonnenlicht aus der sogenannten Vitamin-D-Vorstufe  erzeugt.

Winter © vl04/flickr.com

Und auch wenn die Sonne nicht scheint und es trübe ist sollte man hinausgehen, denn für unseren Körper ist auch dieses Licht immer noch hell genug. Aber nicht nur das Licht sondern auch die Bewegung stärkt das Immunsystem und gleichzeitig wird dann vom Körper auch mehr Sauerstoff aufgenommen. Neben der frischen Luft ist es außerdem sehr wichtig, den Körper auf Wetterumschwünge zu trainieren und damit zu stärken. Dies erreicht man unter anderem durch regelmäßige Saunagänge.

Ganz abgesehen von den positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit fühlen wir uns auch gleich viel lebendiger  und ausgeglichener nach der Bewegung an frischer Luft. Und natürlich ist auch ein ausgedehnter Verdauungsspaziergang nach einem üppigen Weihnachtsessen förderlich für unser Wohlbefinden.

Die Nebenwirkungen von Medikamenten

Wer kennt ihn nicht, den Satz über die Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten, aber kaum jemand glaubt, dass er selbst betroffen sein könnte.

Nebenwirkungen werden gerne verdrängt, da niemand sie haben will, aber sie kommen vor und die meisten von uns haben sie wohl auch schon mal gespürt.

Laut der Pharmakologin Prof. Petra Thürmann von der Universität Witten-Herdecke besteht sogar bei einem Arzneistoff, der keine Nebenwirkungen zeigt, der Verdacht, dass er auch keine Wirkung zeigt. Dies bedeutet ja dann nur, dass alles was wirkt auch Nebenwirkungen hat. An diesen Nebenwirkungen sterben dann auch Untersuchungen zu Folge  in den USA jedes Jahr 100.000 Menschen und bei uns gehen rund sieben Prozent aller Krankenhauseinweisungen auf das Konto von Nebenwirkungen.

Und das Problem sind nicht nur die Nebenwirkungen, die schon auf dem Beipackzettel aufgelistet sind, sondern auch die, die noch gar nicht bekannt sind. Bis zur Markteinführung werden die  Medikamente nur an rund 3000 Menschen getestet, so dass einfach noch nicht alle Nebenwirkungen bekannt sein können. Grundsätzlich werden die Nebenwirkungen in zwei Gruppen eingeteilt; in Nebenwirkungen, die direkt mit der Wirkweise eines Arzneimittels zusammenhängen, zum Beispiel Magenschäden bei der Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln, oder weniger vorhersehbare Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Überempfindlichkeitsreaktionen.

Und meist kommt man gar nicht auf die Idee, dass es sich bei Müdigkeit, Erschöpfung oder Durchfall um Nebenwirkungen handelt, wenn man nämlich krankheitsbedingt sowieso schon unter diesen Symptomen leidet. Und selbst wenn, nimmt man sie meist in Kauf, solange sie nicht zu schlimm sind.

Auch Ärzte gehen der Sache nicht unbedingt nach und Veränderungen im Blutbild oder Schäden an den inneren Organen werden meist nicht mit der Einnahme von Medikamenten in Verbindung gebracht und so auch die Nebenwirkungen vom Arzt nicht dem Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet. Noch dazu ist die Prozedur für den Arzt zeitaufwendig und er bekommt nichts dafür.

Was die ganze Sache mit den Nebenwirkungen noch zusätzlich schwieriger macht ist die Tatsache, dass nicht jeder sie auch bekommt, denn die Verträglichkeit ist individuell sehr verschieden und hängt auch von den Genen und Umweltfaktoren ab.

Um halbwegs sicher zu sein sollte man also möglichst wenig einnehmen, möglichst zu Mitteln greifen die schon länger zugelassen sind und sie auch nicht eigenmächtig absetzen.

Und fragen Sie bei Unklarheiten immer ihren Arzt oder Apotheker!

Akne

Ganz besonders für Jugendliche kann Akne zu einem wahren Alptraum werden.
Schließlich sind rund 80 Prozent aller Jugendlichen  von Akne betroffen und sogar 30 Prozent müssen ärztlich behandelt werden.

Dermatologen raten sogar, außer bei wirklich leichten Fällen, immer einen Hautarzt aufzusuchen, um den Verlauf günstig zu beeinflussen und hässliche Narbenbildung zu vermeiden.

Was ist eigentlich Akne?

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen. In der Pubertät führen eine vermehrte Talgansammlung und Verhornungsstörungen dazu, dass sich sogenannte Komedonen (Mitesser) bilden. Später können sich dann Bakterien ansiedeln und es kommt zu entzündlichen Pusteln und Knötchen.

Sowohl eine genetische Veranlagung als auch der Hauttyp können entscheidend für den Ausbruch der Akne sein. Trockene Haut ist für Akne weniger anfällig als trockene Haut. Auch wenn sich diese Mythen immer noch zu halten scheinen, sind mangelnde Körperhygiene und sexuelle Handlungen kein Auslöser für Akne.

Hautpflege © flickr/sunshinecity

Die meisten Jugendlichen werden die Akne so auch beim Übergang ins Erwachsenenalter, also mit etwa 20 Jahren, wieder los. Bei etwa 10 Prozent der der Betroffenen verschwindet die Akne allerdings nicht. Und es gibt auch Fälle von einer verspäteten Akne, die erst zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auftritt. Sie kann durch berufliche Umstände oder Medikamente begünstigt werden.

Und auch wenn falsche Hautpflege nicht die Ursache für Akne ist, so kann sie den Verlauf noch verschlimmern.
Bei leichten Akneformen reichen oft schon geeignete Reinigungs- und Pflegeprodukte, wohingegen bei schweren Formen der Besuch beim Arzt unumgänglich ist. Auf keinen Fall sollte man selber an Pickeln herumdrücken, da sich dies dann böse Entzünden können.

Es gibt komplexe Behandlungsprogramme die individuell auf den Patienten und seine Haut zugeschnitten sind. Unter Umständen sind auch lokale Antibiotika oder bei jungen Frauen auch die Einnahme der Pille ratsam. Gerade einige Antibabypillen wirken sich günstig auf den Verlauf der Akne aus.

Auf Alle Fälle braucht man aber auch Geduld, denn Wundermittel gibt es nicht.

Eingewachsene Zehennägel

Gerade jetzt am Anfang der warmen Jahreszeit möchten die meisten Menschen schöne Füße haben, und eingewachsene Zehennägel werden dann schnell auch optisch zum Problem.

Schließlich ist ein  eingewachsener Zehennagel (Unguis incarnatus) nicht nur sehr schmerzhaft, er sieht auch unschön aus. Neben einer Veranlagung sind oft auch zu enge Schuhe und falsches Nagelschneiden eine Ursache für eingewachsene Zehennägel. Wenn der Nagel dann seitlich in den Nagelwall einwächst, ist dies nicht nur schmerzhaft, sondern führt auch schnell zu Entzündungen. Wenn dann noch Bakterien in das Gewebe eindringen verschlimmert sich das Ganze noch.

Leider kursieren immer noch Horrorgeschichten über schmerzhafte Behandlungen und missglückte und deshalb gehen viele Menschen zu spät zum Arzt.

Bei den ersten Anzeichen, wie Schmerzen, einer Rötung und Erwärmung des Gewebes,  eines eingewachsenen Nagels sollte man also einen Arzt oder medizinischen Fußpfleger, den Podologen, aufsuchen.  Der Nagelfalz wird dann gesäubert, bevor die eingewachsenen Stellen aus dem Nagelwall gelöst werden und eine Tamponade darunter geschoben wird. Diese Tamponade verhindert, dass der Nagel wieder ins Gewebe einwächst.

Eine Methode den Wuchs von Zehennägeln zu korrigieren, damit sie nicht wieder einwachsen, ist das Anbringen einer sogenannten Nagelspange.  Diese Nagelspange besteht aus Federstahldraht dessen gebogene Enden unter den Nagelränder geschoben werden, um diese anzuheben. Diese Methode ist schmerzfrei und bringt baldige Erleichterung und nach einer Zeit von drei Monaten bis zu drei Jahren ist der Wuchs des Nagels erfolgreich korrigiert.

Ist der Nagelwall allerdings schon entzündet besteht die Möglichkeit, dass der  Dermatologe unter örtlicher Betäubung ein kleines Plastikröhrchen unter den  Nagelrand schiebt.  Der so geschiente Nagel kann dann über das Nagelbett hinaus wachsen und wildes Fleisch, das sich eventuell gebildet hat, kann sich zurückbilden.

Hilft auch dies nicht, ist der letzte Ausweg dann nur eine Operation. Bei dieser Operation, die natürlich auch wieder unter  örtlicher Betäubung stattfindet, wird als erstes der Teil des Nagels, der sich ins Nagelbett gebohrt hat, gelöst. Es wird dann Platz zwischen Nagelrand und Nagelbett geschaffen und damit der Nagel nicht wieder einwachsen kann, der Teil des Nagelbetts verödet, aus dem der Teil des Nagels nachwachsen würde. Innerhalb von ein paar Tagen klingt die Entzündung dann im Normalfall ab.

Aber falls Sie nicht zu den Menschen gehören, bei denen eingewachsene Fußnägel Veranlagung sind, können Sie viel tun, indem sie einengende Schuhe meiden, so oft wie möglich offene Schuhe tragen und auch öfter mal ganz auf Schuhe verzichten.

Sodbrennen, ein Volksleiden

Fast jeder hat nach einem üppigen Essen schon mal unter Sodbrennen gelitten, oft einhergehend mit Magendruck und Völlegefühl oder sogar Magenschmerzen.

Wie entsteht also Sodbrennen? Sodbrennen tritt immer dann auf, wenn der Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fließt.

Im Magen wird Magensaft produziert, der unter anderem Salzsäure enthält um die Nahrung zu verdauen und um Keime abzutöten. Der Magen selbst schützt sich mit einer dicken Schleimschicht vor der Magensäure, da aber die Speiseröhre nicht über eine solche dicke schützende Schleimschicht verfügt, kommt es zu Sodbrennen. Verstärkt werden die Beschwerden ganz besonders beim Bücken oder im Liegen, da dann der Mageninhalt besonders leicht in die Speiseröhre zurückfließen kann.

An der Öffnung des Magens zur Speiseröhre befindet sich ein Schließmuskel, der verhindern soll, dass der Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fließt. Nach einem besonders üppigen Essen wird besonders viel Magensäure freigesetzt um damit fertig zu werden. Funktioniert dann der Schließmuskel nicht einwandfrei, gelangt der saure Speisebrei in die Speiseröhre und verursacht das Sodbrennen. Gelangt Speisebrei sogar bis in den Mund, so spricht man von saurem Aufstoßen.

Neben den Folgen eines üppigen Essens kann Sodbrennen aber auch durch andere Faktoren hervorgerufen werden. Auslöser für Sodbrennen können auch Nikotin, Alkohol und Süßigkeiten sein, genauso wie Übergewicht, bei dem die größere Körpermasse auf den Magen drückt. Aber auch Stress kann ein Auslöser für Sodbrennen sein, da unter Stress mehr Magensäure produziert wird. Manche Medikamente können die Wirkung des Schließmuskels erschlaffen lassen und ebenso für Sodbrennen verantwortlich sein.

Sollte das Sodbrennen öfter auftreten, sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abklären zu lassen, denn häufiges Sodbrennen kann natürlich auch die Speiseröhre schädigen und zu Entzündungen führen. Kommt der Magensaft gar in Kontakt mit der Rachenschleimhaut, so kann dies auch zu Husten und Heiserkeit führen. Typisch ist dann auch oft auch morgendliche Heiserkeit. Häufiges saures Aufstoßen kann auch zu Zahn- und Zahnfleischproblemen führen, da durch die Säure beide angegriffen werden können.

Eine gute Vorbeugung gegen Sodbrennen ist also eine gesunde Ernährung, mit wenig Alkohol, Fett und Verzicht auf scharfe Gewürze. Auch Nikotin und Süßigkeiten sollten gemieden werden. Auch der Abbau von Übergewicht und Bewegung können helfen.

Schaufensterkrankheit

Die Schaufensterkrankheit, eine Durchblutungsstörungen in den Beinen kündigt sich oft an durch Kribbeln, Stechen und krampfartige Schmerzen.

Die betroffenen können dann oft nicht weitergehen und bleiben vor einem Schaufenster, um nicht so aufzufallen. Daher hat die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)  ihren Namen.

Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes mellitus, Übergewicht, zu hohes Cholesterin oder zu hoher Blutdruck. Inzwischen leidet ungefähr jeder 5. Deutsche über 50 Jahren unter der Schaufensterkrankheit, bei der in 90 Prozent der Fälle die Gefäße in den Beinen, selten auch in den Armen, verengt sind.

Die Ursachen hierfür sind Ablagerungen an den Gefäßwänden. Durch diese Verengungen werden die Muskeln bei Belastung nur noch schlecht durchblutet und fangen an zu schmerzen. Die Schmerzen lassen meist nach, wenn der Betroffene stehen bleibt, zum Beispiel vor einem Schaufenster.

Die Durchblutungsstörungen können beim Arzt leicht festgestellt werden, zum Beispiel durch die Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes. Hier wird erst am Fußknöchel und dann am Oberarm der Blutdruck gemessen. Ist der Quotient daraus niedriger als 0,9, kann man von einer Durchblutungsstörung ausgehen. Auch ein schlechter Beinpuls und kalte Füße können auf Durchblutungsstörungen hinweisen. Eine weitere Diagnosemethode ist die Ultraschalluntersuchung, bei der der Blutfluss sichtbar gemacht wird.

Liegt eine PAVK oder Schaufensterkrankheit vor, so gilt es erst einmal die Risikofaktoren zu beseitigen. Aufhören zu Rauchen, Diabetes mellitus einstellen und Bluthochdruck und zu hohes Cholesterin behandeln. Übergewicht sollte natürlich auch reduziert werden. Außerdem ist viel Bewegung gut für die Gefäße.

Ist die Krankheit schon weit fortgeschritten helfen oft nur noch Stents und Bypässe in den Beinen um die Arterien wieder zu erweitern und die Durchblutung zu verbessern.
Eine ganz neue erfolgversprechende Methode ist die Transplantation eigener Knochenmarkszellen. Hierzu wird dem Patienten Knochenmark aus den Becken entnommen, monokuläre Zellen, sogenannte Monozyten, isoliert und konzentriert und schließlich in die Beinmuskel gespritzt. Die Monozyten regen kleine Gefäße zum Wachstum an und es bilden sich größere Gefäße, die die Durchblutung übernehmen können. Diese Behandlungsmethode funktioniert allerdings nur, wenn der Sauerstoffgehalt in den Gefäßen noch hoch genug ist. Dies kann über die Haut gemessen werden.