Das Rauchen

Das Rauchen eine Sucht ist und dazu noch äußerst ungesund, ist eigentlich jedem bekannt. Schließlich sterben laut der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr 5 Millionen Menschen am Tabakkonsum.

Rauchen © Fried Dough/flickr.com

Rauchen © Fried Dough/flickr.com

Geraucht wird allerdings schon seit sehr langer Zeit. Darstellungen rauchender Maya-Priester in Südamerika gibt es schon von 600-500 v. Chr. Kolumbus dokumentierte 1492 zum ersten Mal den Tabakkonsum der Kubaner und in Europa gab es die Tabakpflanze bereits 1497.

Erstmals wissenschaftlich belegt wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Entwicklung nicht nur eines Bronchialkarzinoms (Lungenkrebs), sondern auch einer koronaren Herzkrankheit 1962 in eine epidemiologischen Studie des Royal College of Physicians in Großbritannien.

Nach dem Bekanntwerden der gesundheitlichen Risiken durch das Rauchen änderte sich das Rauchverhalten in der Gesellschaft. Rauchte erst vorwiegend die gesellschaftliche Oberschicht, so rauchen heute mehr die sozial Minderpriviligierten und Geringverdiener. Oft ist es sogar so, dass Personen des öffentlichen Lebens es meist vermeiden, sich zum Rauchen zu bekennen, um ihr Ansehen als „Vorbild“ nicht zu gefährden.
So ist auch der Anteil von Rauchern in bildungsnahen Schichten niedriger als der in bildungsfernen.
Interessant ist sicher auch, dass Eltern häufiger rauchen als kinderlose Paare und hierbei rauchen junge Eltern besonders häufig.

Eine wichtiger Grund für die Entstehung einer Tabakabhängigkeit ist sicherlich der sogenannte Gruppenzwang. Außerdem suggeriert insbesondere die Tabakwerbung, dass Rauchen die Entspannung und Kommunikation fördert. Oft wird einen „Zigarettenpause“ ja auch oft genutzt um sich zu unterhalten oder einfach ein paar Minuten dem Stress zu entfliehen.

Nicht zu unterschätzen ist neben der physischen Abhängigkeit vom Zigarettenrauch auch die psychische Abhängigkeit. Wer ernsthaft mit dem Rauchen aufhören möchte, den tröstet es vielleicht, zu wissen, dass die Entzugssymptome nach 5-30 Tagen verschwunden sind. Allerdings kann aufgrund eingeprägter Verhaltensmuster während der „Raucherkarriere“ die psychische Abhängigkeit selbst nach Jahren noch vorhanden sein.

Die Rückfallwahrscheinlichkeit bei Rauchern liegt bei 97% innerhalb von sechs Monaten nach dem Rauchstopp. Dabei ist es egal, ob die Raucher ohne Hilfsmittel oder mit Hilfe von Nikotinersatzpräparaten das Rauchen aufgehört haben.

Süchtig nach Solariumsbesuch

Natürlich möchten auch heute immer noch viele Menschen zumindest im Sommer gut gebräunt sein, auch wenn sich die meisten über die Hautkrebsgefahren durchaus bewusst sind.

Und nach so einem langen und kalten Winter und dem zögerlich beginnenden Frühling suchen viele Menschen ein Solarium auf um der Bräune auf die Sprünge zu helfen.

Ganz abgesehen davon, dass grundsätzlich von einem Solariumsbesuch abzuraten ist, wären ja einige wenige Besuche vielleicht gar nicht so schlimm, wenn man alle Sicherheitsvorschriften beachtet. Was aber den meisten Besuchern nicht klar ist, ist das auch Solarien süchtig machen können, ähnlich wie Alkohol.

Forscher des Memoria Sloan-Kettering Krebszentrums  und der Universität Albany  in den USA haben jetzt herausgefunden, dass viele regelmäßige Solariumsbesucher Suchtanzeichen zeigen.
Bei einer Studie mit 421 Studenten von denen 229 schon im Vorjahr Solarien besucht haben, waren die Studenten aus der letzten Gruppe im Durchschnitt 23 Mal innerhalb von 12 Monaten im Solarium. Alle Studenten waren übrigens über die Risiken Hautkrebs zu bekommen informiert.

Eine Befragung ergab, dass 70 Prozent der Besucher bereits Suchtanzeichen zeigten. Sie verbanden den Besuch im Solarium nicht nur mit brauner Haut sondern auch damit in bessere Stimmung zu kommen und unter die Leute zu kommen.

Des Weiteren konnten die Forscher feststellen, dass trotz der Warnungen vor der Gefährlichkeit der UV-Strahlung gerade die Zahl junger Sonnenbankbesucher weiter zunimmt.

Leider ist bei uns die Vorstellung von gebräunt ist gleich gesund und erfolgreich noch so weit verbreitet, dass viele Menschen die Hautkrebswarnungen in den Wind schlagen und regelmäßig ein Solarium besuchen. Man möchte ja schließlich dazu gehören.
Aber selbst wenn man Glück hat und vom Krebs verschont bleibt, rächen sich regelmäßige Solariumsbesuche spätestens im Alter, wenn die Haut wesentlich älter aussieht als die Haut von Menschen, die es mit der Bräune nicht übertrieben haben.
Also meiden Sie teure Solarien und bleiben Sie im Schatten, Ihre Haut wird es Ihnen später danken.