Die Zahnzusatzversicherung

Egal ob es sich um die Prophylaxe, den Zahnerhalt oder den Zahnersatz handelt, Zahnzusatzversicherungen werden in der Zeit der steigenden Eigenanteilskosten immer wichtiger.

Zudem übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen nur 50 bis höchstens 65 Prozent der Kosten für eine Basisbehandlung und so können Zahnbehandlungen, besonders wenn mehrere Zähne betroffen sind, schnell zu einer sehr kostspieligen Angelegenheit werden.

Zähne © Mrs. Gemstone/flickr.com

Und wer möchte sich schon mit der Basisversorgung zufrieden geben, wenn es auch hochwertigere Möglichkeiten wie zum Beispiel Inlays oder Implantate gibt. Diese sind natürlich wesentlich teurer als die Basisbehandlung und die Selbstbeteiligungskosten steigen so leicht ins astronomische.
Durch den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung kann die Höhe des Eigenanteils aber wieder auf einen niedrigen Prozentsatz reduziert werden.

Vor Abschluss einer solchen Zahnzusatzversicherung sollten Sie sich aber gut informieren, denn es gibt die verschiedensten Angebote mit den unterschiedlichsten Leistungen. Gerade die besonders günstigen Angebote beinhalten oft nicht die Leistungen, die Sie eigentlich benötigen und nützen Ihnen im Zweifelsfall wenig. Lassen Sie sich ruhig von Ihrem Zahnarzt beraten, denn der kann sicherlich am besten abschätzen wie es um Ihre Zahngesundheit bestellt ist und was für Kosten und Leistungen auf Sie zukommen mögen. Es lohnt sich auch immer wieder einen Versicherungsvergleich im Internet anzustellen und Preise zu vergleichen.  Wichtig ist es dabei auch immer, dem Kleingedruckten besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Wie auch bei anderen Zusatzversicherungen hängen die Kosten der Zahnzusatzversicherung neben den gewünschten Leistungen auch vom Alter, Geschlecht und dem Zustand der Zähne ab. Wer schon sehr schlechte oder viele fehlende Zähne hat muss entweder mit einem kräftigen Zuschlag oder gar mit einer Ablehnung durch die Versicherung rechnen. Eine weitere Möglichkeit wäre auch der Ausschluss bestimmter Leistungen.

Die Reinigung der Dritten Zähne

Nicht nur Zähneputzen in jungen Jahren ist wichtig, auch die Dritten Zähne müssen gründlich gepflegt werden.

Auch wenn sich an den Dritten kein Karies entwickeln kann, müssen die künstlichen Zähne gepflegt werden, damit keine Beläge, Bakterien oder Essensreste an ihnen kleben bleiben.  Diese Beläge und Essensreste können nämlich nicht nur Mundgeruch verursachen, sie können unter Umständen auch die Ursache von Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches sein. Außerdem steigt durch sie auch die Kariesgefahr für noch verbliebene Zähne.

Am besten lassen sich die Dritten reinigen, wenn Sie sie herausnehmen, denn sonst können Sie die Unterseite der Prothese nicht richtig säubern. Sie können nun die künstlichen Zähne entweder mit einer normalen Zahnbürste oder mit einer speziellen Prothesenzahnbürste putzen. Dadurch, dass sie mehr Druck aushalten und von der Form her dem Zahnersatz angepasst sind, sind Prothesenzahnbürsten klar im Vorteil. Allerdings sind diese nicht für die noch im Mund befindlichen eigenen Zähne geeignet.

Es streiten sich die Geister, ob nun die Prothese bessermit Zahnpasta oder mit Geschirrspülmittel gereinigt werden sollte. Die in der Zahnpasta enthaltenen Putzkörperteile sind nicht unbedingt von Vorteil für die Dritten und noch dazu ist Zahnpasta auch relativ teuer. Gut eignet sich flüssige Handseife für die Reinigung.

Scheuer- oder Geschirrspülmittel sind genau so wenig zu empfehlen wie Haushaltsreiniger oder gar Entkalker. Auch kochend heißes Wasser greift den Prothesenkunststoff an, lauwarmes Wasser ist völlig ausreichend. Natürlich muss die Prothese nach dem Reinigen gründlich unter fließendem Wasser abgespült werden um eventuelle Seifenreste zu entfernen.

Zusätzlich zur Reinigung des Zahnersatzes mit der Bürste können Sie die Prothese auch in ein Glas mit Wasser legen und eine Gebissreinigungstablette dazugeben. Diese kann helfen hartnäckige Beläge und Bakterien zu lösen, ist aber als alleiniges Reinigungsmittel nicht ausreichend.

Auch eventuelle Haftmittelreste an Totalprothesen sollten Sie bei jeder Reinigung gründlich entfernen, da sich an ihnen Speisereste und Bakterien festsetzen können.  Und eine dicke Schicht aus Haftmittel hält das Gebiss auch nicht besser, sie ist nur schwerer wieder zu entfernen.

Und um dem Zahnfleisch, das täglich den Druck der Prothese aushalten muss noch etwas gutes zu tun, sollten Sie es täglich mit einer weichen angefeuchteten Zahnbürste sanft massieren. Haben Sie im Bereich des Zahnfleisches Schmerzen, Schwellungen oder Verfärbungen, sollten Sie so schnell wie möglich zum Zahnarzt gehen.

Aber auch wenn Sie keine Beschwerden haben, ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll.

Zahn Klebebrücken

Zahn Klebebrücken, der Zahnersatz zum Kleben, ist die Alternative zu einer konventionellen Brücke.

Die sogenannten Adhesivbrücken wurden früher vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verwendet, können aber genau so gut auch bei älteren Patienten verwendet werden. Dies geht allerdings nur, wenn die Nachbarzähne noch gesund sind und der Schmelzmantel der Zähne noch nicht abgenutzt ist.

Bei dieser schmerzfreien Variante, wird der Zahnersatz mit Hilfe von Zirkonoxydkeramikstreifen, sogenannten Flügeln an den vorhandenen Zähnen angeklebt. Hier gibt es Varianten sowohl mit einem Flügel als auch mit zwei Flügeln. Wobei sie sich in der Haltbarkeit nicht wirklich unterscheiden. Das heißt, dass die Klebebrücken mit zwei Flügeln so haltbar sind, wie die mit nur einem Flügel. Im Gegenteil, bei zwei Flügeln besteht die Gefahr, dass wenn sich ein Flügel unbemerkt löst, sich dahinter Karies bilden kann.

Die Adhesivbrücken sind wesentlich schonender, da nicht wie bei konventionellen Brücken die Zähne massiv abgeschliffen werden müssen. Lediglich die Klebefläche muss angeschliffen werden. Des Weiteren könne Klebebrücken, die sich lösen, wieder angeklebt werden, sollten sie unbeschädigt sein. Die Haltbarkeit dieser Adhesivbrücken liegt aber durchaus auch bei 10-15 Jahren und unterscheidet sich somit kaum von konventionellen Brücken. Und sie sind zudem noch eine echte Alternative für Menschen bei denen die Kieferknochenmasse für ein Implantat nicht ausreicht.

Gesunde Zähne durch regelmäßige Pflege und Zahn Prophylaxe

Zur Gesundheit und dem eigenen Wohlbefinden gehören gesunde und weiße Zähne, um täglich ein strahlendes Lächeln präsentieren zu können. Neben dem täglichen Zähne Putzen ist die Einhaltung regelmäßiger Termine zur Prophylaxe beim Zahnarzt ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung. Viel Zucker und säurehaltige Speisen greifen den Zahnschmelz an und bieten einen wunderbaren Nährboden für Bakterien, wie Karies. Daher ist es wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten.

Direkt nach dem Genuss von säurehaltigen Speisen oder Getränken sollte allerdings nicht sofort zur Zahnbürste gegriffen werden – vor allem ist die Zahnbürste unterwegs oder bei der Arbeit nicht gerade greifbar. Ein Zahnpflegekaugummi kann hier Abhilfe schaffen, um den ph-Wert der Mundflora wieder zu neutralisieren. Die Pflege der Zähne und vom Gebiss wird durch die regelmäßige Zahn Prophylaxe unterstützt. Die Zahnärzte erkennen jegliche Veränderung der Zähne und im Gebiss – durch diese regelmäßige Vorbeugung kann ein früher Zahnersatz vermieden werden.

Dennoch kommt für jeden spätestens im Alter das Leben ohne Zähne – dann wird ein Zahnersatz notwendig. Leider gibt es für Zahnersatz von der Krankenkasse nur noch geringe Leistungen. Die Zuzahlung für Zahnersatz ist gleichzeitig abhängig vom Nachweis der regelmäßigen Prophylaxe beim Zahnarzt. Um diese Kosten gering zu halten, ist eine Zusatzversicherung für Zahnersatz sinnvoll, um nicht im Alter das Ersparte für die Zuzahlung im Rahmen von Zahnersatz im kompletten Gebiss opfern zu müssen.

Durch die regelmäßige Zahn Pflege und Prophylaxe können Zahnschmerzen und ein früh notwendiger Zahnersatz vermieden werden.

Parodontitis

Nicht zu verwechseln ist die Parodontitis mit der Parodontose, da sie die schlimmere Nachfolgeerkrankung des Zahnfleischrückganges (Parodontose) ist.

Die Parodontitis ist die bakterielle Entzündung wie schon an der Endung –itis zu erkennen ist. Die Bakterien, die sich erst auf der Oberfläche der Zähne befinden, greifen auch auf das Zahnfleisch über. Dies macht sich oft Bemerkbar durch Zahnfleischbluten. Wird dann auch das Zahnbett betroffen, handelt es sich um Parodontitis. Es bilden sich sogenannte Zahnfleischtaschen, das sind Lücken zwischen Zahn und Zahnfleisch. Hier können sich die Bakterien dann weiter vermehren, die Kieferknochen zerstören und sogar für den Verlust von Zähnen verantwortlich sein.

Außerdem besteht immer eine Wechselwirkung von Parodontitis zu anderen Erkrankungen des Körpers. Die Bakterien können über die Blutbahn auf andere Organe des Körpers übergreifen, zum Beispiel auf das Herz. Wissenschaftler haben auch festgestellt, dass es einen genetischen Zusammenhang gibt, zwischen Parodontitis, Herpes und der Gefahr einen Herzinfarkt zu bekommen.

Sollten Sie unter Zahnfleischbluten leiden, so ist es ratsam so schnell wie möglich einen Zahnarzt zu konsultieren und die Ursachen abklären zu lassen. Je früher die Parodontitis erkannt wird, desto erfolgreicher kann Sie behandelt werden.

Selber vorbeugen könne Sie natürlich mit guter Zahnhygiene und auch einer professionellen Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt. Lassen Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch auch regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren.

Zahnpflege bei Kindern

Vor allem bei Kindern ist Zahnpflege ein wichtiges Thema.

Denn wer im Kindesalter nicht lernt seine Zähne richtig zu putzen, tut sich auch später schwer. Teilweise wird den Kindern deshalb schon im Kindergarten oder in der Grundschule die richtige Zahnpflege beigebracht. Diese Projekte, in denen den Kindern auf spielerische Art und Weise die Zahnpflege nahe gebracht wird, werden oft auch von der Krankenkasse und den Gesundheitsämtern unterstützt.

Die Zahnpflege soll für die Kinder nicht zur Last werden oder Angst machen, sie kann vielmehr Spaß bringen. Vor allem aber sind auch die Eltern gefordert, auf die richtige Zahnpflege bei ihren Kindern zu achten. Mit der richtigen Anleitung zum Zähne putzen ist auch der Gang zum Zahnarzt kein Problem, wenn er dann nur schauen muss, ob alles in Ordnung ist und nicht mehr bohrt. So entsteht gar nicht erst eine Zahnarztangst, die sich später zur Phobie auswachsen kann.