Zeckenbiss

Natürlich sollte ein Zeckenbiss vermieden werden, denn neben der FSME, gegen die geimpft werden kann, können die Zecken auch Lyme-Borreliose übertragen.

Vor den Zecken an sich kann man sich nur mit passender Kleidung und Vorsicht schützen. Schon bei 8 Grad Celsius können sich die kleinen Spinnentiere, denn dazu gehören die Zecken mit dem lateinischen Namen Ixodes ricinus, vermehren und somit auch beißen und Blut saugen.  Normalerweise sitzen die Zecken auf Grashalmen, altem Laub oder ähnlichem und wartet darauf, dass ein geeigneter Wirt vorbei kommt. Zecken lassen sich nicht, wie so häufig angenommen wird, aus Bäumen auf Ihre Opfer hinabfallen.

Es empfiehlt sich also bei Spaziergängen in der Natur lange Kleidung zu tragen und die Hose auch schon mal in die Socken zu stecken. Auch manche Insektenabwehrmittel wie zum Beispiel Zedan bieten unter Umständen etwas Schutz.
Nach einem Spaziergang sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen um ganz sicher zu gehen. Falls Sie eine Zecke entdecken, sollten Sie sie gleich entfernen, denn je länger die Tierchen saugen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen.

Darüber wie man am besten eine Zecke entfernt kursieren viele Gerüchte, falsch ist es Öl, Klebstoff oder sonstiges auf die Zecke zu treufeln um sie zu ersticken. Die Zecke übergibt sich dann quasi und überträgt noch mehr Erreger. Am besten ist es die Zecke mit einer Pinzette, Zeckenzange oder-karte langsam und kontinuierlich aus der Haut zu ziehen. Selbst wenn bei dieser Aktion ein kleines Stück der Zecke in der Haut zurück bleiben sollte, brauchen Sie nicht in Panik zu geraten. Falls sich die Stelle entzünden sollte, sollten Sie allerdings zum Arzt gehen.

Lyme- Borreliose ist eine Infektionskrankheit die von Zecken übertragen werden kann, und da es hierfür keine Impfung gibt, ist der Schutz vor Zecken besonders wichtig. Sollte sich nach einem Zeckenbiss die Stelle röten, empfiehlt es sich, sofort einen Arzt aufzusuchen. Die Behandlung erfolgt dann meist mit Antibiotika und je schneller sie erfolgen kann, desto besser. Weitere Symptome neben einer ringförmigen Rötung können auch Nervenschmerzen und Lähmungen sein.

Geimpft werden kann gegen die FSME. Der FSME-Virus ist ein Flaviavirus und verwandt mit den Erregern des Dengue- und Gelbfiebers.

Nicht immer merkt man gleich, dass man sich mit FSME infiziert hat, da von den  Symptomen  nicht immer etwas zu spüren ist. Typische Symptome für FSME sind allerdings grippeähnliche Symptome wie Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen. Hirnhäute und Gehirn können sich entzünden und im weiteren Verlauf kann es zu sehr hohem Fieber, Kopf- und Nackenschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Lähmungen kommen.

Auch wenn bei den meisten Menschen die Krankheit wieder vollständig ausheilt, so können doch Schäden zurückbleiben, besonders wenn das zentrale Nervensystem betroffen ist. Die Krankheit kann sogar tödlich enden.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt darüber aufklären, ob sie in einem FSME-Risikogebiet leben und lassen Sie sich dann impfen.

Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Impfungen nötig, wobei die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten erfolgen. Die dritte abschließende Impfung folgt dann nach neun bis zwölf Monaten. Bereits ungefähr zwei Wochen nach der zweiten Impfung ist der Körper relativ gut geschützt, voller Schutz besteht aber erst nach allen drei Impfungen und besteht dann für mindestens 3 Jahre.

Sollten Sie in ein Risikogebiet in den Urlaub fahren wollen, so gibt es auch eine Schnellimmunisierung die ebenfalls aus drei Impfungen besteht, allerdings in kürzeren Abständen. Ihr Arzt kann Sie hierzu beraten.

Arthrose

Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, die vorwiegend durch die Abnutzung des Gelenkknorpels entsteht und kann fast jeden treffen.

Arthrose gehört zu den drei bedeutendsten Erkrankungen im Alter und wird begünstigt durch Faktoren wie Übergewicht, Gelenkfehlstellungen und Leistungssport.

Erste Symptome sind Schmerzen im Gelenk und auch Schwierigkeiten, das Gelenk  zu bewegen. Wird das Gelenk nur noch unzureichend geschmiert, so reiben die Knorpelschichten direkt aufeinander, was zu Knorpelabbau führt. Die Knorpelschichten sind dann aufgeraut und dies führt zu weiteren Schmerzen  besonders unter Belastung. Ist das Gelenk dann erst mal entzündet, so tritt auch ein Ruheschmerz auf. Bei dieser sogenannten aktiven Arthrose versucht der Körper die Trümmerteile des zerstörten Knorpels abzubauen und setzt hierzu Enzyme frei, die Knorpelschicht auch noch weiter schädigen.

Auch wenn sich die Symptome der Arthrose behandeln lassen, so kann man bereits entstandene Schäden nicht wieder rückgängig machen.

Wichtig bei der Behandlung ist Übergewicht zu reduzieren und sich genügend zu bewegen. Gerade regelmäßige und gezielte Bewegung ist wichtig, da so der Knorpel besser ernährt wird. Natürlich sollte die Bewegung ohne Schmerzen vorgenommen werden, hier können schmerzlindernde und entzündungshemmende  Mittel helfen.
Unterstützend können auch Krankengymnastik, Wärme- und Kältebehandlungen und Massagen angewendet werden, da sie den Muskelaufbau fördern und die Beschwerden lindern.
Weitere Optionen sind ein operativer Eingriff in Form einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie), zur Behebung von Fehlstellungen oder auch um ein künstliches Gelenk einzusetzen.

Fußpilz

Fußpilz kann jeden treffen, ganz besonders wenn man, dort wo es viele andere auch tun, barfuß läuft.

Schwimmbäder, Umkleidekabinen und Hotelzimmer sind wahre Tummelplätze für den lästigen Fußpilz, der auch, hat man ihn einmal, recht hartnäckig sein kann.

Warme und feuchte Orte mag der Fußpilz (Trichophyton rubrum) ganz besonders und findet sie an unseren Füßen garantiert. Gerade wenn dann nach dem Barfußlaufen die Füße wieder in schlecht belüfteten Schuhen stecken schwitzen, quillt die Haut auf und die Pilzsporen können besonders leicht eindringen.

Eine Fußpilzinfektion fängt meist zwischen den Zehen an, die Haut rötet sich, juckt, brennt und schuppt sich. Oft reißt sie dann auch ein, was nicht nur schmerzhaft ist, sondern es auch Bakterien erleichtert ebenfalls einzudringen und für eine Sekundärinfektion zu sorgen, zum Beispiel in Form einer Wundrose.

Der Fußpilz kann auch die Zehennägel befallen und für eine Nagelinfektion verantwortlich sein, die noch schlechter zu heilen ist. Auch kann er sich auf Achseln, Leisten oder auch auf die Hände ausweiten. Letzteres ganz besonders bei Menschen, die berufsbedingt oft Handschuhe tragen müssen.

Um sicher zu gehen, dass es sich bei der Erkrankung wirklich um Fußpilz handelt, sollten Sie zum Arzt gehen. An Hand von Hautschüppchen kann sehr schnell die Ursache festgestellt werden. Meist reicht es dann die betroffenen Stellen mit Pilzmitteln in Form von Cremes, Sprays oder Pasten zu behandeln. Bei starkem Befall und beim Befall der Nägel kann aber auch eine Behandlung mit Tabletten notwendig werden. Diese ist allerdings recht langwierig und auch nicht frei von Nebenwirkungen.

Liegt eine Sekundärinfektion mit Bakterien vor, ist oft auch der Einsatz eines Antibiotikums notwendig.

Fußpilz vorbeugen können Sie indem Sie die Füße trocken halten. Ganz besonders nach dem Duschen und Baden sollten Sie die Füße gut abtrocknen, ganz besonders in den Zwischenräumen der Zehen. Hier kann man um sicher zu gehen auch einen Fön zu Hilfe nehmen. Auch sollten Sie auf Kunstfaser an den Füßen verzichten und lieber Baumwollstrümpfe tragen, die notfalls in die Kochwäsche wandern können.

Sie sollten Ihre Schuhe nach dem Tragen gründlich auslüften und nach Möglichkeit jeden Tag ein anderes Paar tragen. Schuhe in denen Sie schwitzen, wie zum Beispiel Sneakers sollten Sie meiden oder so wenig wie möglich tragen.

Außerdem empfiehlt es sich die Handtücher nicht länger als eine Woche zu benutzen, bei Fußpilzbefall sollten Sie sogar ein extra Handtuch für die Füße benutzen, das Sie täglich wechseln und natürlich in die Kochwäschen tun.

Und meiden Sie im Schwimmbad die Fußdesinfektionsanlagen. Die Desinfektion ist zu kurz um wirklich zu helfen und die Anlagen sind ein wahrer Tummelplatz für Fußpilz. Es empfiehlt sich an Orten wie Schwimmbädern oder ähnlichem immer Badeschlappen zu tragen.

Die Regelblutung

Meist bekommt eine Frau alle 28 Tage ihre Regelblutung und in den seltensten Fällen leidet die Frau dann nicht unter irgendwelchen Beschwerden.

Doch so schlimm wie es in manchen alten Mythen beschrieben wurde, ist es in der Regel mit der Regelblutung nicht. Wenn die Periode nicht mit starken Blutungen und starken Schmerzen einhergeht kann eine Frau alles tun und lassen, was sie sonst auch tut.

Wer kann heute noch glauben, dass es Frauen im Mittelalter während ihrer Regelblutung verboten war, Wäsche zu waschen, oder dass es noch es noch vor einigen Jahren hieß, dass eine zur Zeit der Regelblutung gelegte Dauerwelle nicht halten würde. Auch wenn natürlich für viele Mädchen die Regelblutung eine beliebte Ausrede ist, um den Schulsport zu schwänzen, so ist dies doch nur selten und bei starken Blutungen nötig.

Was geschieht eigentlich während der Regelblutung?

Die oberste Schleimhautschicht der Gebärmutter erneuert sich in jedem Zyklus, um die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Während der Regelblutung wird dann diese oberste Schicht abgestoßen und vom Uterus hinausbefördert. Dies geschieht durch leichtes Zusammenziehen, was Schmerzen und Krämpfe erklärt.  Diese können aber in der Regel leicht mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac behandelt werden.

Die Stimmungsschwankungen von denen viele Frauen betroffen sind liegen meist an den Hormonschwankungen die von einigen Frauen nicht vertragen werden. Zu Beginn der Regelblutung ist der Hormonspiegel auf einem Tiefpunkt. Verstärkt werden können diese Stimmungsschwankungen auch noch durch die Lebenssituation der einzelnen Frauen. Wenn zum Beispiel ein Kinderwunsch besteht, wer wäre da nicht gereizt und frustriert, wenn durch die einsetzende Regelblutung mal wieder deutlich wird, dass es mit der Schwangerschaft nicht geklappt hat?

Andere Frauen hingegen leiden unter Migräne, Wassereinlagerungen, Überempfindlichkeit der Brustwarzen oder auch vermehrtem Appetit. Da sich dies meist kurz vor der Regelblutung ereignet, wird es auch Prämenstruelles Syndrom genannt. Auch die Einnahme der Antibabypille schützt nicht unbedingt davor.

Heuschnupfen und was wirklich hilft

Jetzt zu Beginn der Heuschnupfen-Saison fragen sich wieder viele Geplagte, was wirklich dagegen hilft.

Auch wenn wir alle nach dem langen Winter schon sehnsüchtig auf den Frühling warten, beginnt jetzt wieder die Zeit des Pollenfluges.

Neben rezeptpflichtigen Medikamenten, die oft Kortison enthalten, gibt es in der Apotheke auch noch einige Mittel, die zumindest bei leichteren Fällen des Heuschnupfens Linderung verschaffen können. Die sogenannten Antihistaminika blockieren im Körper die Andockstellen des Botenstoffes Histamin, der zum großen Teil für die allergischen Beschwerden verantwortlich ist.

Diese Antihistaminika gibt es als Tropfen oder Sprays aber auch als Tabletten oder Saft.  Die Wirkstoffe sind meist Cetrizin oder Loratadin. Ihre Wirkung setzt nach circa einer Stunde ein und hält 24 Stunden vor. Es empfiehlt sich die Mittel abends zu nehmen, da man dann in den frühen Morgenstunden, wenn der Pollenflug am stärksten ist, optimal geschützt ist. Auch können einige der Medikamente müde machen. In Augentropfen und Nasensprays ist oft der Wirkstoff Azelastin enthalten. Augentropfen und Nasensprays helfen beim Heuschnupfen direkt dort wo die Beschwerden auftreten und lindern diese meist schon nach wenigen Minuten. Allerdings hält die Wirkung von Augentropfen und Nasensprays auch nicht so lange an.

Wenn Sie rechtzeitig den Allergien vorbeugen möchten, können Sie auf Mittel  mit Wirkstoffen wie Cromoglicinsäure oder Nedocromil zurückgreifen. Diese wirken aber erst zwei bis drei Wochen nach der ersten Anwendung.
Auch wenn es sich hier nicht um rezeptpflichtige Medikamente handelt, sollten Sie sich doch über die Auswahl und Dosierung von Ihrem Arzt beraten lassen. Ein unzureichend therapierter Heuschnupfen kann sich nämlich durchaus zu Asthma entwickeln.  Und vielleicht ist für Sie ja eine Immuntherapie besser geeignet, als nur die Symptome zu behandeln. Spätestens wenn sich die Symptome verstärken, sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.

Zahn Klebebrücken

Zahn Klebebrücken, der Zahnersatz zum Kleben, ist die Alternative zu einer konventionellen Brücke.

Die sogenannten Adhesivbrücken wurden früher vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verwendet, können aber genau so gut auch bei älteren Patienten verwendet werden. Dies geht allerdings nur, wenn die Nachbarzähne noch gesund sind und der Schmelzmantel der Zähne noch nicht abgenutzt ist.

Bei dieser schmerzfreien Variante, wird der Zahnersatz mit Hilfe von Zirkonoxydkeramikstreifen, sogenannten Flügeln an den vorhandenen Zähnen angeklebt. Hier gibt es Varianten sowohl mit einem Flügel als auch mit zwei Flügeln. Wobei sie sich in der Haltbarkeit nicht wirklich unterscheiden. Das heißt, dass die Klebebrücken mit zwei Flügeln so haltbar sind, wie die mit nur einem Flügel. Im Gegenteil, bei zwei Flügeln besteht die Gefahr, dass wenn sich ein Flügel unbemerkt löst, sich dahinter Karies bilden kann.

Die Adhesivbrücken sind wesentlich schonender, da nicht wie bei konventionellen Brücken die Zähne massiv abgeschliffen werden müssen. Lediglich die Klebefläche muss angeschliffen werden. Des Weiteren könne Klebebrücken, die sich lösen, wieder angeklebt werden, sollten sie unbeschädigt sein. Die Haltbarkeit dieser Adhesivbrücken liegt aber durchaus auch bei 10-15 Jahren und unterscheidet sich somit kaum von konventionellen Brücken. Und sie sind zudem noch eine echte Alternative für Menschen bei denen die Kieferknochenmasse für ein Implantat nicht ausreicht.

Alzheimer-Demenz

Natürlich lässt das Gedächtnis im Alter bei vielen Menschen nach, und dies ist meist auch eine ganz normale Alterserscheinung.

Allerdings kündigt sich so auch die gefürchtete Alzheimer-Demenz an. Man kann sich Neues nur schwer merken, hat unter Umständen Probleme, sich zu orientieren, zu urteilen oder mit dem Denkvermögen überhaupt.

Betroffen sind meist Menschen ab dem 70. Lebensjahr, doch kann die Alzheimer-Demenz in Einzelfällen schon vor dem 50. Lebensjahr beginnen.  Die nach dem deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer (1864-1915) benannte Krankheit ist nach dem heutigen Stand der Forschung nicht heilbar, aber sie kann durch Behandlung der Symptome mit Medikamenten und Unterstützung der Betroffenen und Angehörigen zumindest im Krankheitsverlauf gemindert und verzögert werden.

Da Menschen mit Alzheimer-Demenz im Verlauf der Krankheit immer mehr Hilfe benötigen, ist eine Zusammenarbeit zwischen Arzt, Patienten und Angehörigen genau so sinnvoll, wie eine gute Information und Aufklärung.
Und natürlich kann man Alzheimer-Demenz auch vorbeugen. Als erstes sollten Sie alles vermeiden, was Ihr Hirn schädigen könnte. Hierzu gehören Boxen ebenso wie das Fahrrad- oder Skifahren ohne Helm. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes mellitus und Nikotin.

Sie sollten sich gesund ernähren, mit viel Obst und Gemüse, trinken Sie mindestens 1,5 Liter und mehr am Tag, natürlich nicht in Form von Alkohol, bewegen Sie sich viel, damit das Hirn gut mit Sauerstoff versorgt wird und fordern Sie die grauen Zellen auch öfter mal. Lernen Sie eine neue Sprache oder lesen Sie Bücher statt vor dem Fernseher zu sitzen. Dies alles kann helfen die Alzheimer-Demenz zu verhindern.

Schaufensterkrankheit

Die Schaufensterkrankheit, eine Durchblutungsstörungen in den Beinen kündigt sich oft an durch Kribbeln, Stechen und krampfartige Schmerzen.

Die betroffenen können dann oft nicht weitergehen und bleiben vor einem Schaufenster, um nicht so aufzufallen. Daher hat die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)  ihren Namen.

Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes mellitus, Übergewicht, zu hohes Cholesterin oder zu hoher Blutdruck. Inzwischen leidet ungefähr jeder 5. Deutsche über 50 Jahren unter der Schaufensterkrankheit, bei der in 90 Prozent der Fälle die Gefäße in den Beinen, selten auch in den Armen, verengt sind.

Die Ursachen hierfür sind Ablagerungen an den Gefäßwänden. Durch diese Verengungen werden die Muskeln bei Belastung nur noch schlecht durchblutet und fangen an zu schmerzen. Die Schmerzen lassen meist nach, wenn der Betroffene stehen bleibt, zum Beispiel vor einem Schaufenster.

Die Durchblutungsstörungen können beim Arzt leicht festgestellt werden, zum Beispiel durch die Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes. Hier wird erst am Fußknöchel und dann am Oberarm der Blutdruck gemessen. Ist der Quotient daraus niedriger als 0,9, kann man von einer Durchblutungsstörung ausgehen. Auch ein schlechter Beinpuls und kalte Füße können auf Durchblutungsstörungen hinweisen. Eine weitere Diagnosemethode ist die Ultraschalluntersuchung, bei der der Blutfluss sichtbar gemacht wird.

Liegt eine PAVK oder Schaufensterkrankheit vor, so gilt es erst einmal die Risikofaktoren zu beseitigen. Aufhören zu Rauchen, Diabetes mellitus einstellen und Bluthochdruck und zu hohes Cholesterin behandeln. Übergewicht sollte natürlich auch reduziert werden. Außerdem ist viel Bewegung gut für die Gefäße.

Ist die Krankheit schon weit fortgeschritten helfen oft nur noch Stents und Bypässe in den Beinen um die Arterien wieder zu erweitern und die Durchblutung zu verbessern.
Eine ganz neue erfolgversprechende Methode ist die Transplantation eigener Knochenmarkszellen. Hierzu wird dem Patienten Knochenmark aus den Becken entnommen, monokuläre Zellen, sogenannte Monozyten, isoliert und konzentriert und schließlich in die Beinmuskel gespritzt. Die Monozyten regen kleine Gefäße zum Wachstum an und es bilden sich größere Gefäße, die die Durchblutung übernehmen können. Diese Behandlungsmethode funktioniert allerdings nur, wenn der Sauerstoffgehalt in den Gefäßen noch hoch genug ist. Dies kann über die Haut gemessen werden.

Entzündung der Nasennebenhöhlen

Eine verstopfte Nase im Verlaufe eines Schnupfens kann schnell zu einer Nasennebenhöhlenentzündung führen, wenn Viren und Bakterien in die Nebenhöhlen eindringen und Schleim die kleinen Verbindungsgänge zur Nase verstopft.

Eine Nebenhöhlenentzündung äußert sich zumeist mit Schmerzen im Stirnbereich und unter den Augen. Wenn man sich bückt entsteht in diesem Bereich ein unangenehmes Gefühl und die Schmerzen verstärken sich noch.

Ein gutes Mittel sind dann abschwellende Nasensprays und pflanzliche Schleimlöser. Allerdings sollte man die abschwellenden Nasensprays, sollten sie Xylometazolin oder Oxymetazolin enthalten, nicht länger als eine Woche benutzen, da sie abhängig machen. Auch die Inhalation mit ätherischen Ölen ist oft sehr hilfreich, allerdings vertragen dies nicht alle Menschen, dann empfehlen sich eher Kamille oder Salzwasser zur Inhalation. Um den Schleim dünnflüssiger zu machen empfiehlt sich auch viel zu trinken.

Sollten die Symptome nicht innerhalb einer Woche abklingen, Fieber auftritt und das Sekret gelblich eitrig aussieht, hilft allerdings nur noch der Gang zum Arzt und meist eine Behandlung mit Antibiotika. Denn selbst wenn Viren der eigentliche Auslöser der Nebenhöhleninfektion waren, so tritt trotzdem oft eine Sekundärinfektion mit Bakterien auf.

Schlafmythen

Was ist dran an den bekanntesten Schlafmythen? Sind sie richtig oder falsch, hier bekommen Sie die Antwort.

  • Mythos 1: Im Winter sind die meisten Menschen müder als im Sommer. – Stimmt. Dies liegt daran, dass es im Winter länger dunkel ist als im Sommer und der Körper mehr Melatonin ausschüttet. Dadurch werden wir müde. Dagegen hilft am besten, sich möglichst viel im Freien aufzuhalten, auch wenn das Wetter nicht so gut ist.
  • Mythos 2: Der beste Schlaf ist der vor Mitternacht. – Falsch. Der beste Schlaf ist der vor 03:00-04:00 Uhr, wenn wir uns in der Tiefschlafphase befinden und der Körper dann viel von dem für uns wichtigen Kortisol ausschüttet.
  • Mythos 3: Schlafen macht schlau. – Stimmt. Im Schlaf wiederholen wir all das, was wir am Tag gelernt haben.
  • Mythos 4: Schlafen macht schön. – Stimmt. Im Schlaf regenerieren sich die Zellen des Körpers und auch das Immunsystem.
  • Mythos 5: Versäumten Schlaf kann man nachholen. – Stimmt. Zumindest bedingt. Wenn man mal weniger schläft kann man dies in der nächsten Nacht nachholen. Wenn man aber ständig zu wenig schläft, kann dies nicht mehr nachgeholt werden und man wird krank.
  • Mythos 6: An nächtlichen Lärm kann man sich gewöhnen. – Falsch. Auch wenn man den Lärm vielleicht nicht mehr bewusst hört, registriert der Körper ihn doch und reagiert mit Herz-Kreislauf Störungen oder hohem Blutdruck. Wenn man den Lärm nicht abstellen kann, helfen Ohrstöpsel.
  • Mythos 7: Vollmond raubt den Schlaf. – Falsch. Es ist reiner Aberglaube, der durch nichts wissenschaftlich erwiesen ist. Lediglich das helle Licht kann stören, aber hier helfen Vorhänge oder Jalousien.
  • Mythos 8: Wer nachts aufwacht ist krank. – Falsch. Wir wachen sowieso jede Nacht bis zu 28 Mal auf, meist nur so kurz, dass wir es wieder vergessen.

Ein gutes Mittel, wenn man nicht einschlafen kann, ist übrigens heiße Milch mit Honig.